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Erzbischof Ludwig Schick zu seiner Familienstiftung Kinderreich. 

Welche Bedeutung hat Familie in Ihrem eigenen Leben?

Ich bin ein Familienmensch! Familie ist mein Lebensraum! Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die aus meinen Eltern und meiner Schwester, 15 Tanten und Onkel, 30 Cousinen und Cousins bestand. Durch die Familie bin ich geworden, was ich bin. In ihr habe ich meine kognitiven und intellektuellen, meine charakterlichen und sozialen Befähigungen und auch meine Religiosität erhalten und entfaltet. Heute ist mir meine Familie mit meinen Nichten und Neffen, Großnichten und Großneffen sehr wichtig und ich erfahre sie als Geschenk. Wann immer es geht, halte ich persönlichen oder auch virtuellen Kontakt mit ihnen. Um ein Sprichwort zu benutzen: Meine Familie gibt mir Wurzeln und Flügel, das heißt Halt und Elan.

Wie erleben Sie Familien in der Pandemie? Was erschüttert/ bewegt Sie? Welche Facetten bewundern Sie?

Was alle in der Pandemie betrifft, erleben auch die Familien: Einschränkungen, Verzichte, Sorgen und Ängste bezüglich Beziehungen, Ausbildung und Entwicklung, Gesundheit, Beruf und Zukunft. Dabei erlebe ich Familien, die sich in all dem Halt und Zuversicht geben. Ich sehe aber auch, dass jetzt viele große Schwierigkeiten haben. Ich bewundere die einen, die sich stützen und tragen, sich gegenseitig helfen und miteinander die schlimme Zeit durchstehen. Und ich bin zugleich tief besorgt, wenn die Probleme zunehmen – unter anderem auch Gewalt oder Alkohol- und Drogenmissbrauch. Die Pandemie wirkt oft als Verstärker in beide Richtungen. Dies müssen wir sehen und entsprechend reagieren.

Wenn Sie an all die Familien denken, die Ihre Stiftung in den vergangenen Jahren unterstützt hat: Gibt es ein Schicksal einer Familie, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist und Sie besonders berührt hat?

Seitdem es die Familienstiftung Kinderreich gibt, wurden zahlreiche kinderreiche Familien in Notlagen unterstützt. Die Schicksale sind ganz unterschiedlicher Art und jedes Einzelne berührt mich sehr. Unsere guten Caritas- und SkF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter pflegen die Beziehungen zu ihnen und berichten mir. Dafür bin ich dankbar. Mitunter erfahre ich auch, wenn Mütter, Väter und Kinder es geschafft haben, nach einem Schicksalsschlag wieder auf die Beine zu kommen, und Sorge füreinander tragen. Dies miterleben zu dürfen, ist einfach schön.

Von Stefanie Sponsel und Wolfgang Eichler

Mehr über die Familienstiftung Kinderreich lesen Sie hier.