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Oppel, Norbert: Zu Hospizseelsorge

Norbert Oppel
Datum:
Veröffentlicht: 1.12.18
Von:
Redaktion Leben

Seelsorge bei Sterbenden ist...

… eine der zentralen Aufgaben unserer Kirchen. Es geht dabei vor allem darum, ganz für den Sterbenden und auch für seine Angehörigen da zu sein, genau hinzuhören, sich einzufühlen und die Ohnmacht und Sprachlosigkeit gemeinsam auszuhalten. Deshalb braucht es gerade in diesem Bereich ein feines Gespür, wann Segensrituale, wann Gebet oder „nur“ ein stilles Dasein erwünscht ist.

Was lernen Sie dabei über Ihr Leben?

Dass auch mein Leben ganz schnell ganz anders verlaufen kann, als geplant. Deshalb bin ich sehr dankbar für alles, was mir bisher an Gutem in meinem Leben geschenkt wurde, und ich versuche, jeden Tag nach dem Grundsatz der Hospizbewegung zu leben, wo es heißt: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.“

Inwiefern haben Sie Angst vor dem Sterben? 

Ich erlebe in der Begegnung mit sterbenden Menschen, wie schwer und traurig es ist, immer mehr von dem, was einmal selbstverständlich war, nicht mehr tun zu können. Und ja, ich habe Angst, dass auch ich eines Tages in eine solche Situation komme. Aber ich hoffe, dass mein Glaube an Gott mich auch dann tragen wird. Denn ich glaube ganz fest daran, dass Jesus sein Versprechen einlöst und es für alle, die es wollen, einen Platz bei ihm gibt. Und genau das erzähle ich auch den Sterbenden und ihren Angehörigen, wenn sie mich danach fragen.

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