Wirtschaftlich:Wir schaffen vollständige Transparenz

Umstellung der Rechnungslegung geht in die Schlussphase
Datum:
Veröffentlicht: 1.6.19
Von:
Redaktion Leben

Das Erzbistum Bamberg wird im Herbst erstmals einen Jahresabschluss nach Maßstäben des Handelsgesetzbuches veröffentlichen. Das aufwendige Projekt geht damit in die Schlussphase. „Wir schaffen vollständige Transparenz im Bereich der Finanzen“, sagt Finanzdirektor Mathias Vetter. Der Aufwand ist deshalb besonders hoch, weil neben der Bewertung aller Vermögensgegenstände auch das gesamte Rechnungswesen modernisiert wird. Zum ersten Mal wurden sämtliche Vermögenswerte vollständig gesichtet und bewertet. Allein über 2.200 Verträge wurden hierfür digitalisiert, 2.500 Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung in allen über das Erzbistum Bamberg verteilten Dienststellen erfasst sowie 5.000 Kunstgegenstände begutachtet und bewertet. Zuvor waren bereits die bisher schon bilanzierten Liegenschaften und Finanzanlagen nochmals einer wertmäßigen Prüfung unterzogen worden. „Das Erzbistum ist hier mit großer Gründlichkeit vorgegangen, was entsprechende Zeit und Kraft in Anspruch genommen hat“, erläutert der Finanzdirektor und fügt hinzu: „Die Umstellung war und ist ein Kraftakt für die Finanzkammer, aber auch für andere Dienststellen im Ordinariat und in der Region.“

Aufwendungen 2019 nach Aufgabenbereichen

Das Erzbistum Bamberg wird in diesem Jahr etwa 96,5 Millionen Euro in die Seelsorge investieren. Weitere 45,5 Millionen Euro fließen in den Bereich Schule, Bildung, Kunst und Wissenschaft. Das geht aus dem Haushalt für das Jahr 2019 hervor, der Erträge von 231,6 Millionen und Aufwendungen von 219,2 Millionen Euro vorsieht. Das positive Jahresergebnis von 12,4 Millionen Euro fließt in zweckgebundene Rücklagen insbesondere für Baumaßnahmen und den Energie- und Klimafonds.

Die detaillierte grafische Aufbereitung der Daten, finden Sie hier: https://kirchensteuer.erzbistum-bamberg.de/