Stiftung:Anerkennung für das Ehrenamt

Rund 30.000 – so viele Personen sind allein im Erzbistum Bamberg im kirchlichen Ehrenamt aktiv. In ganz Deutschland engagiert sich jede und jeder Dritte in der Freizeit, um Mitmenschen und Umwelt einen Dienst zu erweisen. Und auch das vielfältige Wirken der Kirche im reli- giösen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich wäre ohne das Ehrenamt nicht denkbar. Es werden individuelle Gottesdienstangebote für Kinder erarbei- tet, Sozialläden und Kleiderkammern betrieben und Seniorenkreise organisiert. Zahlreiche Menschen setzen sich mit viel Herzblut und Nächstenliebe ein – für andere und für die Sache.
Dieser Einsatz verdient Dank und Anerkennung. Genau hier setzt die Stiftung für das Ehrenamt an. Sie wurde 2001 aus Mitteln des Erzbi- schöflichen Stuhles ins Leben gerufen und vergibt jährlich etwa 2.500 Euro. Die Ausschüttung findet in Form einer Ehrungsfeier im Herbst statt, bei der bis zu 15 ehrenamtliche Projekte aus verschiedensten Bereichen des kirchlichen Lebens vorgestellt und gewürdigt werden. Neben Wertschätzung erhalten die Gruppen dabei auch eine finanzielle Zuwendung. Diese ist in erster Linie dazu gedacht, ihre Gemeinschaft zu stärken und ihnen etwas zurückzugeben. Sie sollen sich selbst einmal etwas „gönnen“, wie bei den Ehrungsfeiern regelmäßig betont wird, und das Geld ausdrücklich nicht für die Durchführung ihrer ehrenamtlichen Arbeit einsetzen.
Erzbischof Herwig Gössl sieht ehrenamtliches Engagement deshalb als so wichtig an, „weil es die Begeisterung der Menschen ausdrückt, die einen bestimmten Bereich kirchlichen Lebens zu ihrer Herzenssache gemacht haben.“ Auf seine Eindrücke von den vergangenen Ehrungsfeiern angesprochen, sagt er: „Es ist ein wahrer Schatz, der da immer wieder erlebbar wird.“
Die Facetten des kirchlichen Ehrenamts sind mannigfaltig: Von Mesner- und Kirchenputzteams über Gottesdienstvorbereitungskreise,
Kinderkirchen-Teams, Gruppen- und Jugendleitungen, Ministrantinnen und Ministranten, Zeltlager-Gruppen, Chöre und Musikgruppen, Ökumene-Kreise und Senioren-Clubs bis hin zu Besuchsdiensten, Helferkreisen, Kleiderkammerdiensten oder Kirchencafé-Teams setzen sich Menschen für verschiedenste Ziele ein – sei es zur Umsetzung neuer Ideen oder zur Lösung vorhandener Probleme.
Drei beispielhafte Gruppen, die in den vergangenen Jahren ausgezeichnet wurden, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.


