Das Jugendhaus Burg Feuerstein wird 75 Jahre alt:Damit das Leben junger Menschen gelingt

In diesem Jahr wird das Jugendhaus "Burg Feuerstein" 75 Jahre alt. Der äußere Schein trügt, denn die Burg war in Wirklichkeit nie eine mittelalterliche Ritterburg. Ursprünglich wurde die Burg 1941 von Dr. Oskar Vierling als Forschungslabor für Nachrichten- und Hochfrequenztechnik errichtet. Für Funkversuche benötigte Vierling einen hohen massiven Turm – deshalb also die Form einer Burg, die im Zweiten Weltkrieg auch gut zur Tarnung geeignet war. Nach dem Krieg wurde der Feuerstein 1946 unter der Leitung von Jupp Schneider an die Jugend in der Erzdiözese als Jugendbildungsstätte übergeben. Nach der schrecklichen Zeit des Krieges und des NS-Regimes war ein solcher Ort für Kinder und Jugendliche sehr wichtig. Ein Ort, an dem Vorbilder Orientierung boten; ein sicherer Ort, an dem Kinder und Jugendliche mit ihren Fragen und Ängsten aufgefangen wurden und an dem sie ihren Glauben leben konnten. Ein Leitgedanke, der nach wie vor gültig und damals wie heute so wichtig ist, beschreibt die Arbeit auf dem Feuerstein: „Damit das Leben junger Menschen gelingt.“
Datum:
Veröffentlicht: 1.6.21
Von:
Stefanie Sponsel und Joannis Platis

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, Jugendhaus Burg Feuerstein! Jugendhaus Burg Feuerstein

Hier ist gut sein

-Jupp Schneider

Jupp Schneider, der bereits seit 1937 Diözesan-Jugendseelsorger ist, wird bis 1975 der Verantwortliche für das Jugendhaus.

Die Burg als Beleghaus

Nach dem Umbau präsentiert sich das Haus in neuem Glanz: 170 Betten, Gruppenund Seminarräume, Sportanlagen, Feuerstellen und ein Hochseilgarten stehen Schulklassen und Gruppen zur Verfügung. Es werden ein- und mehrtägige Programme aus den Bereichen Erlebnispädagogik, handlungsorientiertes Lernen sowie Naturerfahrungen und Ökologie angeboten.

Ein burgeigenes Kursangebot für junge Menschen mit und ohne Behinderung, wie zum Beispiel Angebote in den Ferien und an Wochenenden, findet sich unter www.burg-feuerstein.de

Bei den regelmäßig stattfindenden Sonntagsgottesdiensten, die von jungen Menschen mitgestaltet werden und die sich in besonderer Weise an Jugendliche richten, findet sich eine Gemeinde zusammen, die sich aus den jugendlichen Gästen des Hauses, aus jungen und jung gebliebenen Menschen, denen das Jugendhaus aufgrund der eigenen Geschichte zur kirchlichen Heimat geworden ist, und aus Freunden und Förderern zusammensetzt. Schwerpunkte im pastoralen Konzept sind Dialog der Religionen/Kulturen, Schöpfungsverantwortung, politische Wachsamkeit und Pflege des Neuen Geistlichen Lieds (NGL).