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Neue Dommesnerin:Ein kollegiales Miteinander

Dommesner Carola Di Maria und Sebastian Dornheim
Carola Di Maria ist seit Anfang des Jahres Mesnerin im Bamberger Dom. Ein Blick auf ihren neuen Arbeitsplatz und den Weg dorthin.
Datum:
Veröffentlicht: 9.7.26
Von:
Christiane Dillig / Leben im Erzbistum Bamberg

Von Aufregung ist kaum etwas zu spü- ren. Und das, obwohl Carola Di Maria mit ihrem Dienst für Domkapitel und Dompfarrei einiges um die Ohren hat. Aber sie bringt Erfahrung mit. Schon lange bevor sie sich auf die frei gewordene Stelle am Bamberger Dom beworben hat, war sie als Mesnerin in verschiedenen Kirchen in der Region tätig. Seit Anfang des Jahres bildet sie nun mit Sebastian Dornheim, der schon knapp 15 Jahre lang in der Bamberger Kathedrale tätig ist, ein Team.

Angefangen mit dem Mesnerdienst hat die aus der Bamberger Pfarrei St. Heinrich stammende Di Maria in Dörfleins. Als ihre Kinder noch klein waren und sie dort im Pfarrgemeinderat saß, war sie für die Ministrantinnen und Ministranten verantwortlich. Dann schied der Mesner krankheitsbedingt aus, und der damalige Pfarrer schlug sie als Nachfolgerin vor. Mit den Erfahrungen als Ehrenamtliche kam Carola Di Maria in den Seelsorgebereich Bamberger Osten, wo sie ab 2013 angestellt war.

Nun also der Dom. Eine Kirche mit Bischofsstuhl. Di Maria freut sich, dass sie hier mit einem Kollegen zusammenarbeiten kann, der die besonderen Aspekte der Arbeit in der großen Kathedrale kennt. „Ich denke, wir haben ein gemeinsames Interesse daran, dass alles seine Ordnung hat. Auch Sauberkeit ist uns wichtig – und Diskretion“, sagt sie. Bei den vielen Menschen, die bei den spirituellen, kulturellen und touristischen Angeboten vor Ort zu- sammenarbeiten, spürt sie Offenheit und Aufgeschlossenheit: „Es läuft gut und kollegial.“

Dommesnerin Carola Di Maria

Zu ihrem Aufgabenbereich gehören unter anderem das Öffnen und Schließen des Doms. Vor und während der Gottesdienste kümmert sie sich um die Steuerung von Licht und Ton, sorgt sich um die Ordnung und Sauberkeit der Gewänder der Geistlichen und stellt die liturgischen Geräte und Bücher bereit. Wenn notwendig, ist sie zudem als Ministrantin am Altar im Einsatz. Auch der Beerdigungsdienst gehört zu den Aufgaben der Dommesnerinnen und -mesner.

Bereits Ende des letzten Jahres hatte die Mesnerin ehrenamtlich in ihren neuen Dienst im Dom hineingeschnuppert. Nun wechseln sich Di Maria und Dornheim ab oder sind bei größeren Veranstaltungen auch gemeinsam im Einsatz. Davon gibt es am Dom mit den Feiern der Pfarrgemeinde, Hochfesten wie Weihnachten und Ostern sowie Diakonen- und Priesterweihen einige.

Bis sie das alles einmal erlebt und mitgestaltet hat, wird Di Maria – trotz aller Erfahrung – sicher doch noch das ein oder andere Mal Herzklopfen verspüren. Nicht nur, wenn es einmal stressiger zugeht, sondern auch in den ruhigen Momenten – dann, wenn sie innehält und sich in Erinnerung ruft: „Mein Arbeitsplatz ist ein Gotteshaus mit viel Geschichte und ganz viel Seele.“ Dass sie nun ein Teil davon ist, erfüllt sie mit Respekt und Stolz.

Katholische Mesnerinnen und Mesner verrichten ihren Dienst im Zentrum des Glaubensgeschehens. Sie begleiten Gottesdienste und betreuen Kirchenräume. Dazu sind unter anderem handwerkliches Geschick und liturgisches Feingefühl notwendig. Als „Hüter des heiligen Hauses“ üben sie eine Aufgabe aus, „in der sich Herz und Hände ergänzen sollen“, wie es die überdiözesane Mesnerschule Freising formuliert. In kleinen Kirchgemeinden sind Mesnerinnen und Mesner meist ehrenamtlich tätig.