Star-Wars-Gottesdienst:Möge die Macht Gottes mit Dir sein!

Zwei Sturmtruppler in weißen Rüstungen und Darth Vader in schwarzem Kostüm marschieren in die Oberkirche des Jugendhauses Burg Feuerstein, dazu erklingt die weltbekannte Titelmelodie der Filmreihe. Im ersten Moment wirkt das nicht gerade wie ein Gottesdienst. Allerdings betont Diözesanjugendpfarrer Gerd Richard Neumeier: „Uns ging es nicht um Marketing für den Film. Das Wort Gottes und das gemeinsame Gebet standen im Mittelpunkt der Gemeinschaftserfahrung. Die Symbole und Figuren aus Star Wars dienten dabei lediglich als Brücke.“ Inspiration für den Wortgottesdienst gaben unter anderem Jugendstudien, die belegen, dass Jugendliche sich aktuell besonders mit dem Thema Krieg und Frieden beschäftigen.
Der erste Eindruck Neumeiers (alias Obi-Wan Ke-Neumeier) nach dem Gottesdienst: „Wir sind total geflasht, dass so viele Leute da waren und dass die Stimmung so schön war.“ Mit dem Star-Wars-Gottesdienst möchte er vor allem kirchenferne Menschen erreichen – Kinder, Jugendliche und deren Eltern. Die Idee scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Über 200 Menschen waren da und feierten mit.
Mitten unter ihnen saß Familie Eßmann. Die Kinder, die sogar in Star-Wars-Kostümen gekommen sind, bestätigten, dass es ihnen sehr gut gefallen habe. Ihre Mutter Lisa Eßmann ergänzt: „Der Vergleich zwischen Star Wars und unserem Glauben war richtig klasse. Ich finde, dass damit viele Jugendliche angesprochen werden können. Hoffentlich wird das Gotteshaus dadurch wieder voller.“
Das Grundthema des Gottesdienstes war der Kampf zwischen Gut und Böse. Diese Thematik spielt sowohl in der Filmreihe als auch in der Bibel eine zentrale Rolle – und ist auch heute, inmitten von Kriegen und Krisen, hochaktuell. Im Wortgottesdienst verkörperte Darth Vader das Böse, während Jedi-Ritter Gabriel für das Gute in der Welt eintrat. Diese Rolle übernahm die Theologin Anja Baumer-Löw, die den Star-Wars-Gottesdienst mitorganisierte: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir von Gott so erzählen müssen, dass es an die Alltagserfahrungen von Menschen anschlussfähig ist.“