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Bistumsprozess:Orientierungen für eine Kirche mit Zukunft

Symbolbild: Erzbischof Herwig Gössl bei der Predigt
Im Zuge des pastoralen Prozesses „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“ wird im Erzbistum Bamberg und seinen Seelsorgebereichen die Pastoral weiterentwickelt und neu ausgerichtet. Zum Start des Prozesses hat Erzbischof Herwig Gössl Anfang des Jahres „Pastorale Orientierungen“ vorgelegt, die Impulse geben, Räume zum Handeln eröffnen und Chancen zum Experimentieren schaffen sollen.
Datum:
Veröffentlicht: 11.7.26
Von:
Pastorale Entwicklung / Beatrice Petrik

Die pastoralen Orientierungen, die Erzbischof Gössl am 11. Januar in Kraft gesetzt hat, dienen den 35 Seelsorgebereichen im Erzbistum als Basis für ihre Überlegungen zu eigenen pastoralen Strategien und kreativen Ideen, wie sie künftig vor Ort Kirche sein und ihren Glauben authentisch leben wollen. Der Erzbischof gibt fünf zentrale Impulse, die er für die Zukunft der Kirche von Bamberg als zielführend erachtet.

Gesandt ins Heute

„Gesandt ins Heute“ betont, dass pastorales Handeln sich immer an den Menschen in ihren jeweiligen Lebenswelten orientiert. Es berücksichtigt, dass Menschen unterschiedliche Zugangsweisen zum Glauben, Erwartungshaltungen und Beteiligungsformen haben. Ein besonderer Fokus liegt auf Menschen, die aktuell nicht (mehr) von Kirche erreicht werden.

Miteinander gestalten

Das Stichwort „Miteinander gestalten“ verdeutlicht, dass pastorales Handeln sich immer ausgehend von und gemeinsam mit den Menschen entwickelt. Die Vielfalt ihrer Lebenswirklichkeiten, Themen und Bedürfnisse wird als Ressource und Potenzial gesehen. Pastorales Handeln soll Gemeinschaftserfahrungen und das Einbringen der eigenen Begabungen ermöglichen, kontextnah und ver- ständlich verkünden, Missstände bekämpfen und konkrete Hilfe und Unterstützung bieten.

Neues ermöglichen

Der Aspekt „Neues ermöglichen“ stellt heraus, dass eine Neuorganisation der Strukturen, Rollen und Prozesse kirchlichen Handelns nötig ist. Pastorales Handeln geschieht dort, wo Menschen ihren Glauben im Alltag und in der (digitalen) Welt leben, sich selbst organisieren und ihre eigenen Ausdrucksformen des Glaubens finden. Es unterstützt Engagement und Eigeninitiative. Gemeinschaftlich gelebter Glaube ist „dynamisch und nicht an bestehende Orte und Gebäude gebunden“.

Vernetzt handeln

Vernetzt handeln“ ruft zum Dialog und zur Vernetzung mit ökumenischen Partnerinnen und Partnern sowie mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen auf, die das soziale Leben mitgestalten. Ziel ist es, zum Wohle der Menschen gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und Ziele umzusetzen.

Wesentliches stärken _ Mögliches freisetzen

Wesentliches stärken – Mögliches freisetzen“ macht deutlich, dass vorhandene Ressourcen (Zeit, Geld, Perso- nen, Räume, Know-how, Begabungen) gezielt für die Erfordernisse im Sozialraum und die Bedürfnisse der Menschen dort eingesetzt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf sozialen und diakonischen Projekten sowie auf der Förderung von Engagement und Nachhaltigkeit. Pastorales Handeln initiiert und unterstützt experimentelle und innovative Ansätze. Bestehendes und selbstverständlich Vorausgesetztes wird hinterfragt und wertschätzend verabschiedet, wenn es der jeweiligen Situation nicht (mehr) angemessen ist.

Alles zum Bistumsprozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“ und zum Begleitprogramm finden Sie unter:

Die „Pastoralen Orientierungen“ von Erzbischof Herwig Gössl können Sie direkt hier als PDF-Dokument herunterladen: 

Eine liturgische Arbeitshilfe, die auf den Pastoralen Orientierungen aufbaut, finden Sie als PDF-Dokument hier: