Ministranten-Fußballturnier:Zwischen Anpfiff und Amen

Turnschuhe quietschen über den Hallenboden in Baiersdorf bei Erlangen. Während die ersten Teams sich warmspielen und über Taktiken diskutieren, begrüßen sich vor den Umkleidekabinen alte Bekannte. 13 Mannschaften aus ganz Bayern sind an diesem Samstag im März zusammengekommen. Der Clou: Bei dem Ganzen handelt es sich um ein Fußballturnier von „Minis“ für „Minis“ – den Bayern-Cup der Ministrantinnen und Ministranten.
Auf den ersten Blick ist es ein Turnier wie viele andere: schnelle Pässe, Raunen auf den Tribünen, enttäuschte Blicke nach knapp verfehlten Chancen. Doch wer genauer hinsieht, merkt schnell, dass es hier um mehr geht als nur Tore und Tabellenplätze.
„Der Teamgeist ist das, was beides verbindet – den Fußball und den Glauben“, sagt der Bamberger Diözesanjugendpfarrer Gerd Richard Neumeier und blickt durch die Halle, in der gerade ein neues Spiel angepfiffen wird. „Gemeinsam etwas anpacken, aufeinander achten, füreinander einstehen“ – was für den Ministrantendienst in der Sakristei gelte, sei hier auf dem Spielfeld genauso spürbar, so Neumeier.
Tatsächlich erinnert so manches an vertraute Szenen: Wenn sich die Teams vor dem Spiel im Kreis versammeln, einan- der auf die Schultern klopfen und sich einschwören, hat das fast etwas von der Gemeinschaft am Altar. Ein kurzer Blick, ein stilles Nicken – eingespielte Abläufe, die viele hier aus einem anderen Kontext kennen.


